Während ich mit meinen Töchtern durch den Wald spaziere, an jeder Hand eine, die wohltuende Abendluft geniesse, die Bäume, die farbigen leuchtenden Bätter betracht und mich innerlich sehr sehr friedlich und entspannt fühle, wendet sich plötzlich meine älteste Tochter zu mir und fragt mich: “ Mama, wann stirbt mein Körper?“

Noch bevor mein Verstand in ein Gedankenkarusell einsteigt, entscheide ich mich sofort mein Fokus auf das JETZT zu lenken.

Ins JETZT, genau auf diesen Moment, genau auf diesen Moment in dem ich meine zwei Töchter an meinen Händen halte, genau auf diesen Moment, in dem unter meinem Herzen das Baby jeden Tag grösser und kräftiger wird.

Ja es gibt NUR Leben. Ein Wechsel von einer Form in die andere.

„Ich weiss es nicht mein Schatz“, antworte ich ihr, „das wirst du entscheiden“

…. während ich das sage spüre ich nach, ganz tief in mich nach.

Ja, wann oder wie geht das eigentlich?

Puh schwierige Fragen…besonders wenn sie unsere Kinder uns stellen….

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Zeit, ich war etwa 12 Jahre alt. Das Thema „Tod“ war für mich immer sehr suspekt. Ich konnte es einfach nicht begreifen. Ich weiss noch wie ich mich an meine Mutter gewendet habe…. „Mama, wo sind all diese Menschen nun, die gestorben sind“ Es war für mich damals unvorstellbar, dass diese Menschen nun einfach weg sein sollten….

 

Ja und nun steht meine Tochter vor mir und fragt mich nach dem Zeitpunkt von ihrem „körperlichen“ sterben.

Ganz eindrücklich fand ich, dass sie ganz bewusst das Wort „körperlich“ gewählt hat. Sie spürt also, ganz tief in ihrem Innern, dass es da ganz klar einen Unterschied gibt. Also dass „ihr ewiges ICH“ (ewiges SEIN) nicht an ihren Körper gebunden ist und sie nun einfach mit ihrem Verstand versuchen will zu begreifen, was ihr SEIN als Wahrheit ja schon weiss und immer wusste.

Was ist Leben? Was bezeichnen wir als Leben? Könnte es sein, dass wir auf „vielfältigere“ Art und Weise leben, ohne dass uns das bewusst ist? Wann und wie entscheiden wir uns für unser „körperliches“ Sterben?

So tiefgehende Fragen. Fragen auf die jeder die Antwort in sich selber spürt. Eines ist für mich klar. Es gibt NUR Leben. Leben in unterschiedlicher Form. Es gibt nur Leben, weil alles in Wirklichkeit aus Schwingungen besteht.

Energie welche für unsere Sinne sichtbar oder unsichtbar ist.

Sichtbar, wenn wir uns entscheiden Physische Form anzunehmen, damit wir hier, diesen Co -Creativen Tanz mieinander Tanzen können….und oft nicht sichtbar, sonder nur spürbar, wenn unser SEIN eine körperlose Form angenommen hat.

Egal in welcher Form wir uns befinden…. die Verbindung, ja diese Anbindung an das „formlose“ die ist immer da und wird auch immer da sein.

Ja, ich glaube ganz fest daran, dass kein „Tod“ ein Zufall ist.

Ja, das es vielleicht wirklich so sein könnte, dass wir diesen Entscheid des körperlichen Sterbens auf einer bestimmten Ebene entscheiden.

Ja, dass es dieses grössere SEIN in uns gibt, welches dieses ewige und grössere Bild von uns ständig im Fokus hat…

Ja es immer der richtige Zeitpunkt ist, wenn wir unsere Form wechseln….auch dann wenn wir Menschen diesen Entscheid aus unserer „weltlichen, menschlicher“ Sicht nicht nachvollziehen können.

Ich spüre mein Baby, wie es sich in meinem Bauch bewegt.

Ja, es gibt nur Leben! Aber niemand weiss, wie lange dieses Leben, in dieser Form die wir nun gewählt haben, ja in dieser physischen Form dauert. 

 

 

Alles Liebe euch
Denise

Bemerkung zum Schluss:

Dieser Blogbeitrag gehört zu der Blogartikelserie mit dem Namen: „GANZ NAH BEI MIR“

Ich will meine Inspirationen zeitnaher und ganz in der jeweiligen Tagesenergie in der sie entstehen, veröffentlichen. Ich will euch teilhaben lassen an meinen Gedanken und Erfahrungen, ohne darauf zu warten, dass sich lange Blogbeiträge zusammenfügen.

Ich will euch teilhaben lassen an meinen Gefühlen, Stolpersteinen und ja einfach alles was mich ganz aktuell bewegt in meinem Leben als Mami, als Mensch, als ewiges Wesen, welches sich entschieden hat, nun JETZT und HIER den Co-Creativen Tanz des Lebens zu tanzen und immer auch wieder natürlich und ganz besonders im Hinblick auf meine Leidenschaft, das Thema der Kraft der Gedanken und der bewussten Realitätsgestaltung. Einfach so wie ICH BIN.

 

5 thoughts on “Ganz nah bei mir – „Mama, wann stirbt mein Körper? „

    1. Hallo liebe Friederike,

      Sicher darfst du fragen. Interessanterweise hat meine Tochter dann nicht mehr wissen wollen. Sie hat die Tage vorher mal immer wieder gefragt, wann sie weitergeht. Ich bezeichne gengenüber den Kindern, seit sie klein sind, den Tod als Weitergehen, besonders auch dann wenn eine Katze gestorben ist. (Körperlich gesehen natürlich) Auch als ihre Urgrossmutter, Urgrossvater gestorben ist, sprach ich vom Weitergehen. Ich bin gespannt ob sie nochmals zu mir kommt. Ich selber spreche die Kinder eigentlich nie auf diese Themen an. Sondern gebe ihnen den Raum selber zu kommen, in ihrem Thempo. Auch wenn ich natürlich von Zeit zu Zeit, je nach Situation und natürlich besonders mit meinem Sohn, ganz klar über diese Dinge sprechen also, dass wir Schöpfer unseres Lebens sind. Aber auch da, eigentlich sehr zurückhalten, da ich mir wünsche, dass sie selber sich mit diesen Themen befassen, wenn die Zeit „reif“ ist dafür. Also wie immer ist mein Wunsch, einfach da zu sein, Raum geben, Antworten auf Fragen, aber kein explizit darauf ansprechen.

  1. Liebe Denise, sehe erst jetzt deine Antwort :-). Ja, wie schön, von deinen Erfahrungen zu hören, erst recht, jetzt, nachdem ich alle deine Kinder kennengelernt habe. Es war mir so eine große Freude! Grüß sie alle lieb von mir, und danke für die Schilderung, wie du das Thema „Schöpferkraft“ und „Tod“ bzw.“Sterben“ mit deinen Kindern lebst – …beeindruckend! Alles Liebe wünsche ich euch, Friederike

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