ich-bin

Tönt egoistisch?

Ja! Soll es auch!

Denn es geht nicht anders!

Dazu aber später mehr, zuerst tauche ich mit euch in mein persönliches Leben ein.

Are you ready? (Würde nun meine 6 Jährige Tochter zu mir sagen, die mit Leidenschaft am Englisch lernen ist und jeden Satz wie ein Schwamm aufsaugt)

Yes!

„Rechts…. langsam bitte…

Stopp! …. so links, links, nein, nein nicht rechts… links…“ , schnell greife ich nach dem Hebel und bringe den Wagen wieder in die gewünschte Richtung. Ich drehe mich um und schaue mich um… blitzschnell strecke ich mein Bein aus um die rasante Fahrt kurz ab zu bremsen und um eine Kollision mit dem Gestell zu vermeiden… jenes, wie ich nach einer kurzen Sekunde bemerkte, ein Regal mit Glasflaschen war….

Noch vor wenigen Monaten, hätte mich diese Situation in Hektik und blanken Horror versetzt.

Abends 19:00 Uhr, drei völlig überdrehte Kinder im Alter zwischen 2 1/2 – 9 Jahre in einem mässige gefüllten Einkaufszentrum die mit ihren „Kinder“ Einkaufswagen durch den Laden steuern.

Wir haben den Tag am See und auf dem direkt anliegenden Spielplatz verbracht.

Sonne, Wasser, ein Blätterdach über uns, welches uns in der grössten Hitze ein wenig Kühlung geschenkt hat. Spielen, lachen, hüpfen, tanzen, fangen, baden,Steine ins Wasser werfen und ganz viel Wasservögel und Schiffe beobachten.

Ich habe meine Kinder begleitet, Tränen weg gewischt, sie in den Arm genommen, habe ein paar mal ganz langsam auf 10 und wieder zurück gezählt, habe mich gefreut und gelacht mit ihnen, Streitereien begleitet, kleine Schürfwunden gepflegt und meine jüngste Tochter dann total übermüdet und fast schon schlafend in das Auto getragen, als mein Mann uns wieder holen kam.

Auf dem Heimweg, haben wir dann beschlossen den Abendverkauf zu nützen und für`s Wochenende noch die für uns wichtigsten Lebensmittel einkaufen zu gehen. Meine jüngste Tochter hat ein wenig geschlafen, war also wieder einigermassen fit.

Während ich unsere drei Kinder im Auge behalte und die Regale absuche, versuche ich mich darauf zu konzentrieren, was wir eigentlich einkaufen wollen. Ja, das ist eben nun genau dieses „multitasking“ welches man ja so oft Müttern zuschreibt. Es geht gar nicht anders. Besonders nicht, wenn man mehrere Kinder hat.

Ueber die Köpfe unserer Kinder hinweg trifft mein Blick den Blick von meinem Mann und ich sehe seine unausgesprochene Frage in seinen Augen: „Wie kannst DU nur so ruhig bleiben?“

Ja, wie kann ich so ruhig bleiben? 

reichtum

Wenn wir Eltern werden, dann verändert sich soviel! 

Doch oft weichen wir von diesem neuen Raum, jener uns unsere Kinder öffnen zurück…. zurück aus Angst uns in diesen „neuen Raum“ fallen zu lassen, in neue Erfahrungen die wir mit unseren Kindern machen könnten. Vielleicht auch ganz andere als die, die wir uns vorgestellt hatten, als wir noch keine Kinder hatten. Sie sind deswegen aber nicht gut oder schlecht. Sondern sie können eine riesige Chance für uns sein.

Aus der Unsicherheit, halten wir am „alten“ fest im Glauben darin „Sicherheit“ oder „Halt“ zu finden…Wir realisieren vielleicht lange Zeit nicht, dass es dieses „alte“ nicht mehr gibt. Wir sind nicht mehr die gleichen Menschen wie „vor“ der Geburt unseres Kindes. Jede Geburt, auch die nachfolgenden, verändern uns als Mutter und Vater nochmals, auch unser „Eltern-Sein“ verändert sich mit jedem weiteren Kind nochmals.

Jedes Kind auf seine ganz eigenen Weise, trägt sehr viel bei, zu dieser Veränderung. 

Wie kann aber etwas neues kommen, wenn wir am alten noch festhalten? Wie kann etwas neues kommen, wenn unser Blick immer wieder aufs neue zurück in die Vergangenheit geht, fort von diesem Moment, fort von der Sprache und dem flüstern unseres Herzens. Fort von unserer Schöpferkraft die wir IMMER im JETZT in unseren Händen halten.

Wenn wir festhalten und unseren Blick starr und unbeweglich halten….unsere Hände und unseren Geist verschliessen, sind wir nicht frei um neues zu finden. Neue Wege. 

Wir „versuchen“ weiter zu rennen, genau so, wie wir gerannt sind bevor wir Eltern geworden sind. Nach von uns selber übernommenen Regeln der Vergangenheit, nach Regeln die ausserhalb unseres Herzens (vielleicht) getroffen wurden. Nach Regeln die wir meinen uns „unterwerfen“ zu müssen, weil sie „eben so“ getroffen werden müssen. Nach den Regeln der Gesellschaft und des Arbeitsmarktes und der (un)bewussten Aufforderung an uns Mütter, neben unseren Kindern den Haushalt und auch noch einen am besten 100% Job unter einen Hut zu kriegen. Je früher wir wieder ins Berufsleben einsteigen sollen, desto besser.

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Ja, ich glaube, dass wir „(Mit)Schöpfer“ unseres Lebens, des Lebens auf diesem wunderschönen Planeten in diesem unendlichen Universum sind und es hat auch einen Grund dass wir die Glaubensmuster der Gesellschaft zum Teil zu unseren gemacht haben. Es ist ein kollektiv bewusst erschaffer Kontrast, welcher uns auf unserer persönlichen und auch auf der gesellschaftlichen Ebene hilft zu entscheiden was wir wollen und wie wir unser Leben gestalten.

Auch wenn ich mir diesem „Kontrast“ sehr bewusst bin, ueber unser Spiel jenes wir Leben nennen, hat mich Jenniffer Ehry-Gissel (zum Blogartikel von Jenniffer hier klicken) vor einigen Wochen inspiriert jetzt diesen heutigen Blogartikel zu schreiben, der nun ganz langsam und Schritt um Schritt in mir über die letzten Wochen/Monate verteilt entstanden ist. 

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Ein ganz neuer Raum entsteht wenn wir Eltern werden. Unsere Kinder öffnen uns diesen Raum durch ihre bedingungslose Liebe.

Um uns unseren Kindern aber öffnen zu können, uns neuen Wegen öffnen zu können, setzt voraus, dass wir UNS selber öffnen. Und wir brauchen ZEIT.

ZEIT um in dieses neue Leben hineinwachsen zu können. Ich habe vor einigen Monaten von einem Volk gelesen, jenes es als eine Selbstverständlichkeit  ansieht, dass der Mutter, dem Vater, den Eltern gemeinsam mindestes ebenfalls 40 Wochen „Ruhezeit“ gegeben wird (also die exakte Dauer einer Schwangerschaft von gerechneten 40 Wochen) damit sie sich auf die neue Situation und auf`s Mami-Sein einstellen kann. Eine Zeit in der sie mit allem versorgt wird (die Mutter) und sich um ihr Kind und um ihre eigene Regeneration kümmern kann.

Das hat mich sehr stark beeindruckt. Dieser achtsame Umgang mit dem Mutter-SEIN.

Denn solch eine Zeit würde es so brauchen, denn wir brauchen auch Zeit in der wir diese Innere Stimme wieder hören können, die uns in eine tiefe Verbindung zu uns selber und dann auch zu unserem Kind führt. ZEIT um uns dem Eltern- SEIN, Mutter/ Vater SEIN zu öffnen mit allen Gefühlen die dazu gehören. Den leichten und schweren Gedanken,. Einige von diesen Gedanken und Gefühlen sind nicht immer so angenehm zu fühlen oder zu denken. Aber sie sind da. Daher rennen so viele, das gleiche Tempo weiter…. um ja nicht diese Stimme zu hören…

Gestern bekam ich ein Gespräch mit von zwei Müttern. Die einte Mutter sagte: „Ich würde gerne bei meinen Kindern bleiben, aber ich kann nicht…“

Warum nicht?

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Was hindert uns, auf die Stimme unseres Herzens zu hören und danach zu handeln?

Wenn wir uns diesem „neuen Weg“ öffnen, dann bin ich der festen Überzeugung, dass es für alles einen Weg gibt.

Die Frage ist, öffnen wir uns der Botschaft von unserem Herz?

öffnen wir uns den neuen Wegen, jener unsere Kinder uns zeigen?

Es liegt nicht an den Bedingungen die wir haben oder ob die Gesellschaft Rahmenbedingungen dafür schafft, dass wir unsere Kinder im Aufwachsen begleiten können.

Es liegt an UNS und an UNSEREN Entscheidungen die wir trefffen.

An unserer Klarheit und an unserem Glauben in UNS selber. Wir werden frei, wenn wir uns „ERLAUBEN FREI ZU SEIN“

Es liegt an MIR und dass ich mir in meinem MUTTER-SEIN und allen dazu gehörenden Prozessen mit Achtsamkeit und Wertschätzung begegne. Es liegt an MIR, dass ich STOLZ darauf BIN, dass ich Mutter bin. Dass MEIN LEBEN genau so WERTVOLL ist, wenn ich mich GANZ auf dieses MUTTER-SEIN einlasse und alles was dann an neuen Wegen in mein Leben strömt (wie bei mir, meine Leidenschaft für das Schreiben)

Ich darf erkennen, dass mein Leben, nicht weniger Wertvoll ist, als wenn ich mich so schnell wie möglich wieder ins Arbeitsleben und die damit verbundene Gesellschaftliche Anerkennung stürzen würde.

Es liegt ganz alleine an MIR und ob ich mir erlaube,  mein Leben und die Verantwortung dafür selber in die Hand zu nehmen!

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Hinterlasst mir doch einen Kommentar. Ich freue mich über eure Gedanken und Gefühle zu meinen Zeilen.

Alles Liebe

Denise

4 thoughts on “Ich bin die wichtigste Person in meinem Leben und ich habe die Freiheit zu entscheiden wie ich mein Leben gestalten will!

  1. Liebe Denise, schön tiefgründig. So liebe ich es. Danke für deine Gedanken zu meinem Artikel Klartext. Ich finde ja auch: Irgendwie gibt es immer einen Weg. Wenn man seine persönliche Wahrheit lebt, tut sich ein Weg auf. Da bin ich ganz sicher. Erst kürzlich habe ich mit einer Mutter, die ich seit Monaten begleite, genau diese Erfahrung gemacht. Traut euch hinzuhören!

    1. Liebe Jenniffer, ja die Stimme des Herzen. Manchmal leise aber sie bleibt hartnäckig. Wie schön, dass es immer mehr Mütter gibt die darauf hören und wie schön begleitest du Mütter auf diesem Weg. Alles Liebe Denise

  2. Wirklich toller Beitrag. Danke für Deine Worte. Bleibe achtsam, nimm Dir die Zeit, Deinen Freiraum, den Du brauchst.
    Und Du hast wieder neue Kraft für den Alltag.

    1. Liebe Heinrich, ja bei der Achtsamkeit fängt es an. Uns selber gegenüber. Denn erst dann können wir auch geben, wenn wir immer schauen, dass wir unsern Tank gefüllt haben. Ich danke dir. Alles Liebe Denise

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