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In meinem Gespräch mit Inka Cardona, habe ich von diesem Eisberg gesprochen. Dieser Eisberg der für mich, mein ganzes SEIN symbolisiert.

Die Spitze als das was ich mit meinen physischen Augen sehe und wahrnehme und alles was unter der Wasseroberfläche im Verborgenen liegt, symbolisiert für mich mein inneres Wesen.

Mein Nicht – physisches und ewiges Wesen, welches IMMER untrennbar mit mir verbunden ist und mir selber auch immer die Hand reicht, damit ich gestärkt durch mein physisches Leben schreiten kann.

 

Hinter diesem Symbol des Eisberges stehen 3 Schlüssel die ich mir im Laufe der Jahre als Mami als so wertvolle Unterstützung und als riesige Kraftquelle entdeckt habe.

Diese 3 Schlüssel , die Kraft die dahinter stehen, durfte ich auf sehr tiefe und eindrückliche Weise erfahren.

Zuerst werde ich aber noch ein wenig weiter ausholen…

Im halbdunkeln liege ich mit geschlossenen Augen im Zimmer. Der Regen trommelte sanft an die Fensterscheiben und sorgte dafür, dass ich langsam müde wurde.

Meine jüngste Tochter schlief vor ein paar Stunden in den Armen von ihrem Papi ein. Es war ein langer Tag gewesen. Wir verbrachten den Tag gemeinsam in der freien Natur. Ich liebe diese Tage, die wir als Familie gemeinsam in der freien Natur verbringen. Die Stille, gemeinsames lachen, gemeinsames spielen. Einfach WIR, das stärk so unsere Verbindung zu einander.

Als die Kinder heute am Bach gespielt haben, kuschelte ich mich an meinen Mann und wir hatten wiedermal Zeit um gemeinsam ein tieferes Gespräch zu führen. Wir sprachen über unsere Höhen und Tiefen seit wir Eltern waren, unser jetziges Leben und unsere Gedanken zu unserer Zukunft.

Es tat so gut.

Als mein Mann dann von unseren Kindern gerufen wurde, beschloss ich noch ein wenig alleine im Wald spazieren zu gehen. Ich zog meine Schuhe aus und spürte den noch feuchten Waldboden unter meinen Füssen.

Ich wusste genau, wohin ich gehen wollte.

Bei einen grossen dicken Baum, setzte ich mich zu seinen Füssen und konnte meine Familie von einiger Entfernung aus beobachten.

Meine Gedanken wanderten zurück.

Eine tiefe Krise weckten vor vielen Jahren in mir tiefgreifende Fragen:

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Diese Fragen wirkten wie ein Startschuss auf alles was nachher gekommen ist. Nach dieser sehr intensiven Zeit, in der ich wirklich durch bis anhin ungeahnte Tiefen meines selbst gelaufen bin, Zeiten in denen ich immer das Gefühl gehabt hatte, den Boden unter meinen Füssen zu verlieren, traten die Antworten auf diese Frage wie ein weiterer Sturm in mein Leben. 

Ich entdeckte die Kraft unserer Gedanken.

Die Erkenntnisse um die Kraft unserer Gedanken und dann auch das „langsame bewusst werden“ über die Möglichkeit, dass wir unser Leben wirklich selber gestalten, nahmen immer einen grösseren Einfluss auf mein Leben.

Viele Situationen traten in mein Leben, die mir halfen noch tiefer in diese Erkenntnisse ein zu tauchen. Ich spürte wie sehr ich mich in meinem Innern veränderte. Das sorgte natürlich auch äusserlich für einige Turbulenzen.

Oft befand ich mich dann in einer Lebenssituation in der ich mein gesamtes neues Wissen um die bewusste Realitätsgestaltung vor Wut am liebsten gegen die Wand geknallt hätte.

Das erlebte ich immer dann, wenn das Leben in den verschiedensten Bereichen sehr herausfordernd war.

Gerade in solchen Situationen hilft einem im akuten Fall dieses Wissen überhaupt nicht weiter. Zu stark sind die Emotionen. Zu stark die Verzweiflung. Zu stark die Überforderung.

Solche Situationen sind wie ein fahrendes Auto, jenes den Berg herunter fährt.

Nicht mehr aufzuhalten.

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Wenn wir nun mal annehmen, dass es stimmen könnte, dass wir unser Leben selber erschaffen… was kann man dann also in einer herausfordernden Situation tun?

Sehr viele Situationen in meinem/unserem Familienleben habe dazu geführt, dass ich nun über all die Jahre hinweg und inspiriert durch ganz viele Quellen, meine ganz persönlichen Schlüssel gefunden habe, wie ich in solchen heftigen Situationen meine ganz persönliche Kraft wiederfinden und Einfluss auf die Situation nehmen kann.


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„Meine jüngste Tochter war erst wenige Tage alt.

Es war eine intensive Zeit.

Schon wenige Tage nach der Geburt, arbeitete mein Mann wieder in der Nacht.

Ich verbrachte also das Wochenbett und die intensive Eingewöhnungsphase mit unserem neuen Familienmitglied und meinen älteren zwei Kindern mehrheitlich alleine.

Eines Nachts erwachte meine Tochter und weinte. Stillen, tragen, abhalten (Windelfrei) nichts half dabei, dass meine Tochter sich wieder entspannte und so den Schlaf wieder fand.

Da wir alle zusammen im Familienbett schliefen, wachten meine zwei älteren Kindern durch das weinen unserer neugeborenen Tochter auf.

Auch sie fingen an zu weinen. Nun weinten alle drei.

Damit ich allen drei Kindern meine Nähe geben konnte, setzte ich mich mit meiner neugeborenen Tochter auf den kalten Fussboden (wir hatten Winter und einen ungenügend funktionierende Heizung) und versuchte meine drei weinenden und zum Teil auch wütenden schreienden Kinder zu begleiten.

Ich war vollkommen auf mich alleine

gestellt. Mein Mann war nicht da und auch wenn ich ihn telefonisch erreichen hätte können, er konnte nicht wirklich helfen.

Ich war erschöpft und fühlte mich so hilflos. Ich war so müde….

Die Überforderung kam über mich.

Mir schossen die Tränen in meine Augen aus der völligen Erschöpfung heraus.

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Da sass ich also, mitten in der Nacht, auf dem eisig kalten Schlafzimmerboden in einem eiskalten Zimmer und weinte gemeinsam mit meinen drei kleinen Kindern.

Ich weiss nicht mehr, wie lange wir da sassen und gemeinsam weinten.

Das Weinen half mir.

Der Druck auf meiner Brust, jener mir noch eben fast den Atem nahm, ging langsam weg.

Ich merkte, wie ich langsam ruhiger wurde. Meine Muskeln die noch vor kurzem völlig verkrampft waren, entspannten sich langsam wieder.

Ich spürte dass eine Kraft in mir wieder erwachte, obwohl meine Kinder immer noch weinten.

Ich spürte, dass das Vertrauen zurück kam in mich und dass ich diese Situation lösen könnte.

Langsam, ganz langsam beruhigte sich meine neugeborene Tochter in meinen Armen und schlief ein. Daraufhin hörte auch meine ältere Tochter mit dem weinen auf und schlussendlich auch mein Sohn.

Kurze Zeit später lagen wir wieder im Bett und die Kinder schliefen schnell wieder ein.

Ich selber lag lange Zeit noch wach im Bett und versuchte für mich eine Erklärung zu finden, ja ich versuchte zu verstehen, was da nun passiert ist.

Ich versuchte das Gesetzt der Anziehung und die Kraft meiner Gedanken auf die so eben erlebte Situation zu verstehen.

Ich will euch nun 3 Schlüssel mit an die Hand geben und hoffe, dass sie euch inspirieren, euer Leben in die Hand zu nehmen um auch in schwierigen Situationen einen gemeinsamen Weg zu finden mit euren Kindern.

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Ich entscheide mich dafür, JETZT meine Lebenssituation an zu nehmen. 

Egal wie sie aussieht.

Warum ist das Annehmen einer Situation so wichtig?

Ganz einfach gesagt, wenn wir die Situation annehmen, genau so wie sie sich uns zeigt. Dann hören wir auf zu kämpfen. Denn wenn wir in einer Situation kämpfen, oder wir glauben kämpfen ZU MüSSEN, dann verlieren wir immer. Gegen etwas kämpfen, löst immer einen weiteren Kampf aus. Immer, ohne Ausnahme. In meinem Blogartikel: Vertrauen bedeutet, zum Fluss des Lebens „Ja“ zu sagen, gehe ich noch näher auf dieses Thema ein. Du findest diesen Blogartikel hier

Aber wie kann man etwas annehmen, wenn die Situation sich so schrecklich anfühlt?

Es fühlt sich nur schrecklich an, weil wir auf eine Art und Weise über die Situation denken, jene sich ganz stark vom Blickwinkel unterscheidet, jener Blickwinkel der unsere innere Urkraft auf die Situation hat (unser ewiger und weisere Teil)

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Wenn wir nun aufhören zu kämpfen, dann nähern wir uns unserer Urkraft, unserem inneren Wesen. Wir bauen Widerstand gegen eine (mögliche) Lösung ab.

Denn unser inneres Wesen kämpft nicht. Es lässt zu.

Wie hören wir aber auf zu kämpfen, wenn die Gefühle so stark sind?

In dem wir sie annehmen. In dem wir ihnen Raum geben. In dem wir sie einfach annehmen so wie sie sind.

Bewerten wir die Gefühle nicht. Sie sind nicht gut… sie sind aber auch nicht schlecht. Es sind unsere Gefühle. Und sie sind wichtig. 

Ich habe hier schonmal darüber geschrieben was geschehen kann, wenn man den eigenen Gefühlen „Raum“ gibt. 

Und da kommt der 2. Teil des 1. Schlüssels ins Spiel:

Erleichterung finden.

Wir streben IMMER nach Erleichterung.

Ich in meinem Fall, habe in dieser Situation nur noch geweint. Weinen war für mich, meine Rettung in dieser Situation. Das weinen hat mir geholfen. Es hat mir Erleichterung verschafft.

Und dadurch, dass ich geweint habe, habe ich auch aufgegeben. Aufgegeben zu kämpfen!

Durch das Aufgeben, durch das weinen, habe ich zugelassen, dass dieser Freund  (meine innere Stimme und Führung), der vor der Türe steht zu mir kommen kann. Durch das Aufgeben, habe ich aufgehört, die Tür vor ihm zu verschließen. Durch das Aufgeben, konnte die unendliche liebevolle Energie in mein Leben strömen die mir den Weg aus dieser Situation zu zeigen.

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Was verbirgt sich also hinter diesem 2. Schlüssel?

Nachdem ich zu weinen aufgehört hatte, trat ich ganz bewusst mit mir selber, meiner inneren Schöpfer – Kraft in Verbindung.

Ich zog mich ganz und gar in mich zurück, sass einfach mit meinen drei weinenden Kindern da.

Ich schloss meine Augen, versuchte tief zu Atmen.

Ich versuchte meine Gedanken zu beruhigen.

Sie gehen zu lassen und mich zu öffnen, für meine innere Kraft.

Ich machte mir klar, dass es für diese Situation eine Lösung geben würde.

Dass die Lösung schon hier ist, genau in diesem Moment.

Ich hielt mir immer wieder vor Augen, dass ich nun aktiv nichts machen kann, sondern, dass es nun an der Zeit ist meine Schwingung, meine Schöpferkraft bewusst zu lenken.

Ich trat also mit meiner inneren Kraft in Verbindung und schuf so das Vertrauen in mich eine Lösung zu finden.

Nein, eigentlich nicht zu finden, sondern die Lösung einfach zu zu lassen.

Der 2. Schlüssel besteht eigentlich wirklich darin, aus dem Weg zu gehen. Die innere Kraft für uns arbeiten zu lassen. Da zu sein. Wachsam zu sein auf die innere Führung.

Zugegeben, das ist in solchen herausfordernden Situationen nicht immer einfach. Es braucht Übung.

Ich hatte damals das Glück, schon seit vielen Jahren die Kraft der Meditation zu kennen. Daher viel es mir recht einfach, mit meiner inneren Kraft in Verbindung zu treten.

Was habe ich gemacht um mich mit meiner inneren Kraft zu verbinden?

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Der letzte Schritt, der 3. Schlüssel

Triff eine Entscheidung

Dieser letzte Schlüssel besteht darin, Einfluss auf unsere Gedanken und Gefühle zu nehmen, welche dann, je nach zulassen dieser neuen Schwingung dazu führen können, dass sich die Situation anfängt zu transformieren.

Lasst uns nochmals gemeinsam kurz zur Geschichte zurück reisen:

Als ich ruhiger wurde und wieder Kraft geschöpft habe, hat sich ja im äussern noch keine sichtbare Veränderung ergeben. Meine drei Kinder weinten immer noch…

Da ich wusste, dass ich in dieser Stimmung noch nicht unbedingt Zugriff habe auf positive Affirmationen (warum das so ist habe ich hier schon mal kurz erklärt) habe ich ganz einfach für mich folgenden Satz formuliert:

„Ich will mich nun einfach ein bisschen besser fühlen….“ 

Ich machte mich auf die Suche nach einem Gefühl, dass sie gut anfühlte in mir.

Ich fragte mich.

Wie will ich mich denn nun fühlen?

leichter, entspannter, gelassener, kräftiger, geborgen…?

Ich entschied mich für das Wort „geborgen“

Ich fragte mich.. Wann fühle ich mich geborgen? Wie fühlt sich Geborgenheit an? An welcher Stelle meines Körpers fühle ich Geborgenheit?

Noch während meine Kinder weinten, verband ich mich mit diesem Gefühl der Geborgenheit. Ich versuchte mich in dieses Gefühl fallen zu lassen. Es stark werden zu lassen, so lange bis ich es wirklich fühlen konnte.

Das alles machte ich ohne Erwartungshaltung gegen aussen.

Es war für mich einfach wichtig, dass ich mich selber nun gut fühle.

Denn nur wenn ich mich gut fühle, kann ich meine Kinder auch begleiten.

Nur wenn ich mich gut fühle, kann auch die Kraft des Universums durch mich fliessen, so dass sich die Situation transformieren kann.

Ich war so erfreut und doch auch erstaunt, dass meine jüngste Tochter dann am schnellsten auf meine Schwingungsänderung reagierte und die älteren Kindern, dann sehr bald auch aufgehört haben so weinen.

Was war geschehen?

Ich habe eine bewusste Entscheidung getroffen. Mich unter allen Umständen so gut zu fühlen, so wie es grad möglich ist.

Also einfach ein wenig besser… und dann nochmals besser.

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Dieses Zulassen eines neuen Gefühls in mir, hat dann einen positiven Einfluss auf die Situation genommen.

Die Situation hat sich transformiert.

Ich habe die Lösung zugelassen und eine sehr wertvolle Erfahrung gemacht. Eine Erfahrung, die mein Leben verändert hat. Aber auch eine Erfahrung, dessen Erkenntnisse ich auch heute noch in meinem Leben anwende.

Alles Liebe

Denise

2 thoughts on “Ich gebe dir meine Hand…. oder warum ich es liebe mit dem Eisberg zu tanzen

  1. Ein wunderbarer Artikel, liebe Denise! Genauso versuche ich den Herausforderungen des Lebens auch zu begegnen. Das gelingt nicht immer, aber oft. Den einen Gedanken finden, der sich ein klein wenig besser anfühlt, und dann den nächsten und den nächsten….das ist ein Patentrezept für bewusste Schöpfer!
    Liebe Grüße von Herz zu Herz, Elke

    1. Liebe Elke, ja die Herausforderungen sind vielfältig so dass wir diese Schritte immer und immer wieder anwenden können. Vielen herzlichen Dank für dein liebes Feedback. Umarmung an dich und ganz liebe Grüsse Denise

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