Lieber Papa,

vor Freude hüpfend springe ich in deine Arme.

Mit meinen feinen zarten Händchen umfasse ich dein Gesicht und blicke dir in deine strahlenden Augen.

Deine starken Arme halten mich und du fängst an dich mit mir gemeinsam im Kreis zu drehen… genau wie….

„ Damals“,…. weisst du noch?

Ich liege auf dem Bauch meiner Mama. Mir ist so wohlig warm. Ich fühle mich unendlich getragen, beschützt und geliebt. Genau so, wie die letzten 9 Monate in ihrem Bauch.

Diese Wärme kann ich nun ganz gut gebrauchen, denn es ist noch alles neu für mich hier ausserhalb ihres Bauches.

Mein Kopf liegt auf ihrem Brustkorb und ich spüre ihren Herzschlag. Ganz leise und voller Liebe höre ich nun zum erstenmal ihre Stimme ausserhalb des Bauches. „Da bist du ja“, flüstert sie mir zärtlich ins Ohr…

Nach einer Weile heben mich ganz sanft und voller Liebe mir noch unbekannten und starken Arme auf.

„Wo bin ich denn jetzt?“ frage ich mich..

Ja nun weiss ich es!

Ganz sanft und liebevoll liege ich in deinen Armen…

Ich kenne dich schon. Ich habe deine Stimme schon oft gehört.

Unendlich sanft legst du meinen Kopf an deine nackte Brust, so dass ich dich so nah spüren kann, wie vor kurzem noch meine Mama, als ich auf ihrem Bauch lag.

Nun höre ich auch dein Herz nun zum ersten mal schlagen. Ganz sanft streichelst du mir über meinen Rücken und summst ein leises Lied.

Ich spüre wie du nun anfängst, dich ganz sanft und unendlich zärtlich im Kreis zu bewegen.

Du wiegst mich in deinen Armen und schenkst mir all deine Liebe.

Ich fühle mich so wohl in deinen Armen. So wohl, so dass ich müde werde. Meine Augen werden ganz schwer und ich spüre, wie sie zufallen….

Dein gleichmäßiger Atmen, dein Herzschlag, deine Liebe sie helfen mir ein zu schlafen und langsam hier auf der Erde an zu kommen.

Als ich aufwache liege ich immer noch in deinen Armen.

Nun spüre ich aber, dass ich Hunger habe.

Du spürst mein Bedürfnis und legst mich mit deinen Armen zärtlich in die Arme von meiner Mama die mich an ihre Brust legt, damit ich trinken kann.

Während ich in den Armen meiner Mama liege, spüre und höre ich, dass du zärtlich und voller Liebe nach ihrer Hand greifst:

„ Ich danke dir für unsere wunderbare Tochter!“ höre ich dich flüstern.

Mein Herz fängt an zu hüpfen. Wie schön es ist, doch in Liebe und Geborgenheit hier auf der Erde an zu kommen.

„Damals“, …. weisst du noch?

Mein Kopf schmerz, alles tut mir weh. Irgendetwas verändert sich nun ganz stark. Ein neues Gefühl in meinem Mund entsteht… Ich bin müde… meine Mama sagt, dass ich nun Zähne bekomme…. Ich kann damit nicht wirklich was anfangen…spüre einfach die Veränderung und dass es oft sehr weh tut…

Und wie damals… Weisst du noch? Du nimmst mich in deine Arme. Wiegst mich und streichelst mir über den Kopf. Ich spüre und weiss ganz genau. „Du bist da für mich!“

„Damals“,…. weisst du noch?

Uii ist das aufregend. Schon länger beobachte ich, dass meine Mama, mein Papa und meine Geschwister sich viel schneller fortbewegen können als ich.

„Wie machen die das bloß?“

Aufmerksam beobachte ich euch dabei. Studiere eure Bewegung bis in mir der Wunsch so stark wird, es ebenfalls zu versuchen.

Also versuche ich nun, mich immer und immer wieder am Tisch hoch zu ziehen. Meine Füsschen geben immer wieder nach… Doch es klappt immer besser. Ich finde heraus, dass es ganz einfach ist, an Wänden, Tischen und anderen Gegenständen entlang zu laufen.

Aber… ich will „FREI-SEIN“

Ich lasse los und versuche meine ersten Schritte zu machen und du Papa, du bist an meiner Seite!

Du hältst mich an meinen kleinen Händchen begleitest mich, wenn ich es brauche und lässt mich los wenn ich bereit bin selber zu laufen. Wie schön ist es doch, dass du da bist!

„ Damals“, ….. weisst du noch?

Mein Velo und ich. Wir sind ein gutes Team. Ich kann schon ganz gut Velofahren. Ja, es klappt immer besser! Ich geniesse die Stunden in denen du Papa und ich draussen in der Natur sind und du mich beim Velofahren begleitest. Ja und dann passiert es… Ich bemerke zu spät diesen grossen Stein und falle zu Boden. Sofort bist du Papa, an meiner Seite. Nimmst mich auf den Arm….

Ich darf in deinen Armen weinen. Meinen Schmerz raus lassen…. Du hältst mich einfach fest. Streichelst mir sanft über meinen Kopf wie damals, als ich auf die Welt gekommen bin, weisst du noch?

„Damals“, …. weisst du noch?

Müde von den Erlebnissen des Tages liege ich im Bett…

Ich habe heute viel erlebt. Gemeinsam mit dir! Wir haben zusammen gekocht, waren einkaufen. Ich habe am Nachmittag mit Mama ein wenig geschlafen unter dem Baum, wir haben am Fluss zusammen Boote gebaut, liessen uns lachend den Hügel hinunter rollen, haben einen Drachen gebastelt und ja, wir haben heute auch mal gestritten miteinander.

Und nun liege ich im Bett. Du kommst mit meinem Lieblingsbuch zu mir und kuschelst dich neben mich. Meine Mama und meine Geschwister schlafen schon… Leise ganz leise liest du mir die Geschichte vor….wie schon zum gefühlten 1000x in meinem Leben.

Glücklich und entspannt lehne ich mich an dich…. Ich fühle mich so geborgen bei dir. Ich schlisse meine Augen und höre deinen Worten zu… Langsam ganz langsam werde ich müde… genau wie damals….weisst du noch? Als ich nach meiner Geburt in deinen Armen einschlafen bin…

Damals“,…. weisst du noch?

Jetzt bin ich schon richtig gross geworden. Ich stehe mit klopfendem Herzen am Bahnhof. Ich schau links und rechts und dann wieder auf die Uhr. Die Uhr tickt! Der Zug der hinter meinem Rücken steht, ist schon zur Abfahrt bereit….

„Papa, wo bleibst du nur….?

Du hast versprochen doch rechtzeitig zu kommen…

Mein Herz rast, meine Hände sind ganz feucht.

„Ich will mich doch noch von dir verabschieden. Nicht für immer aber doch für eine lange Zeit.“

Mein Blick wandert wieder den Bahnsteig auf und ab und plötzlich sehe ich dich!

Mein Herz hüpft vor Freude als du immer näher kommst.

Du nimmst mich in deine starken Armen und ich kuschele mich an dich.

Ich lege mein Kopf an deine Brust…. wie damals… weisst du noch? Ich höre dein Herz schlagen und spüre deine Liebe zu mir… wie damals als ich gerade auf die Welt gekommen bin.

„Damals“,…weisst du noch?

Meine Füsse bewegen sich im Kreis. Immer und immer wieder. Ich blicke zu Boden und sehe wie mein langes weisse Kleid sanft und leicht mit dem Takt der Musik um meine Beine streicht…

…und Du Papa, du hälst mich an meinen Händen und führst mich über die Tanzfläche.

Ich sehe dir in die Augen, sehe deine Liebe darin so wie damals am Bahnhof weisst du noch?

Auch wenn du weisst, dass ich nun mein eigenes Leben lebe, du liebst mich und bist da für mich.

Was für ein wunderbares Gefühl das ist!

„Damals“, …weisst du noch?

Ein Feuer knistert im Kachelofen, nur das Licht des Feuers und der Kerze die neben mir steht, erleuchten das Zimmer.

Ich liege in einem grossen Wasserbecken, lege meinen Kopf auf das weiche Kissen und hole tief Atem.

Ich schliesse meine Augen, spüre eine unendliche Liebe in mir und spüre etwas ganz kleines ganz nahe bei mir liegen. Ich hebe meinen Kopf und blicke direkt in die Augen meiner so eben geborenen Tochter.

Dieser Augenblick… diese Liebe, mit Worten eigentlich nicht zu beschreiben… Ich lege mein Kopf an die Wange meiner kleinen süssen Tochter.

Plötzlich spüre ich die Hand von meinem Mann und höre seine leise und zärtliche Stimme flüstern:

„Danke für unsere wunderbare Tochter!“

Ein Schauer der Erinnerung durchflutet mich.

Mein Mann sagte die gleichen Worte zu mir wie damals mein Papa zu meiner Mutter… damals, ich erinnere mich wieder daran… damals als meine Mutter mich ebenfalls voller Liebe und selbstbestimmt geboren hat.

 „Damals“, …. weisst du noch?

Nach einer Weile lege ich meine kleine Tochter ihrem strahlenden Papa in die Arme. Ich sehe seine Liebe in seinen Augen und wie unendlich zärtlich er seine neugeborene Tochter im Arm hält… so wie damals…ja ich erinnere mich!

Als mein Papa mich auch voller Liebe in seinen Armen gehalten hat.

„Damals“, …. weisst du noch?

Die Türe geht auf und ich blicke meinem Papa in seine warmen gütigen und liebevollen Augen.

Voller Freude und Liebe schaut er mich an. Im Tragtuch ganz eng an meinen Köper geschmiedet schläft meine neugeborene Tochter.

Ganz sanft streichelt mein Papa seiner Enkelin über das kleine Köpfchen. Mein Herz, oh wie weit es ist. Voller Zuneigung und Liebe..genau wie er damals nach der Geburt mir über mein Köpfchen gestreichelt hat.

„Damals“, …. weisst du noch?

Später als meine kleine Tochter wach ist, lege ich meinem Papa seine Enkelin in seine starken Arme.

Voller Rührung sehe ich, wie sanft und liebevoll mein Papa seine Enkelin im Arm hält und dann…. ganz ganz leicht und sanft anfängt zu tanzen.

Nun, ich kann und will es auch nicht verhindern… Mir laufen Tränen über das Gesicht… Tränen voller Freude und Liebe….. ich erinnere mich… ich erinnere mich, als damals…. weisst du noch? Mein Vater mich selber genauso in den Armen gehalten hat nach der Geburt und mich sanft in den Schlaf getanzt hat…

Der Kreis hat sich geschlossen…Ein neuer Anfang in diesem unendlichen Kreislauf hat begonnen!

Liebe Leser/innen,

Meine Mami war so lieb, dass sie meine Gefühle für dich, die Wichtigkeit die du hast für mich und für mein Leben in ihre Worte gefasst hat, weil ich nun selber noch zu klein bin dazu.

Meine Mami schickt diese Zeilen nun hinaus in die weite Welt.

Ich wünsche mir von ganzem Herzen, euch, besonders natürlich den Papa`s damit zu sagen, wie „wichtig“ ihr für das Leben von uns Kinder seid!

Alles Liebe euch

(von einer kleinen weisen Seele die zu eurem Herz spricht)

Hinterlässt uns doch euren Kommentar.

Ich freue mich auch darauf, wenn mein Brief an Papa fleissig geteilt wird, damit viele Papa`s meine Botschaft lesen können.

Ps:

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