Nimmst du das Geschenk deiner Kinder an dich an?

Um gemeinsam zu wachsen, zu tanzen, Lösungen zu finden…?

Um gemeinsam zu lachen, zu singen, fröhlich zu sein… aber auch gemeinsam zu weinen, zu streiten… auch mal wütend zu sein aufeinander ?

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Hast du dir schonmal überlegt, wann ein Leben anfängt und wann es aufhört?

Was ist Leben?

Woher kommen wir?

Wohin gehen wir?

Tiefgreifende Fragen auf die jeder sein ganz eigens Recht hat, seine ganz persönlichen Antworten zu finden.

Ich habe mich diese Fragen schon als kleines Mädchen gestellt… aber erst in den letzten Monaten habe ich eine Antwort gefunden, die sich für mich persönlich als gut anfühlt.

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Für mich sind diese Fragen von entscheidender Bedeutung. Sie haben einen grossen Einfluss auf das gemeinsame Leben mit meinen Kinder.

Vermutlich der wichtigste Einfluss überhaupt.

Die Antworten auf diese Fragen sind für mich entscheiden dafür, wie ich mit meinem Kind in Verbindung trete.

Ab wann ist das Kind bei uns?

Ab dem Zeitpunkt, an dem das Herz anfängt zu schlagen?

Ab dem Zeitpunkt, an dem wir das Baby zum ersten mal fühlen im Bauch?

Ab der Geburt?

Oder beginnt alles schon vorher?

Könnten es sein, dass wir uns in einem Kreislauf befinden der immer und immer weitergeht und es nie wirklich ein Ende gibt?

Könnte es sein, dass wir uns, auf irgend einer Ebene bewusst entscheiden geboren zu werden?

Könnte es sein, dass unsere Kinder zu uns schon vor ihrer körperlichen Zeugung Kontakt zu uns aufnehmen und dass es möglich ist sie schon vor der Empfängnis zu spüren?

Schon wieder tiefe Fragen… ich nehme mir nicht das recht, alleingültige Antworten zu kennen….

Die Vielfalt des Lebens, gibt uns allen das Recht, ganz individuelle Antworten zu finden zu diesen Fragen..

Ich kann einfach nur von mir erzählen… und weil es für mich wichtig ist… diese Themen an zu sprechen..

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Gerne lasse ich euch wieder an meinem persönlichen Leben teilhaben…

Meine 1. Tochter, sie war gerade mal 3 Tage alt, hatte ich am Abend im Tragtuch. Es war Winter und daher schon früh dunkel. Wir hatten die Küche und das Wohnzimmer nur mit Kerzen beleuchtet… leise Musik im Hintergrund und im Schein der Kerzen als ich über das kleine Köpfchen gestrichen hatte, kam ganz plötzlich ein grosser Wunsch in mir hoch. Ich wollte das alles nochmals erleben.. ich wünschte mir noch ein 3. Kind. Es war so eine starke Gewissheit in mir….

Könnte es sein, dass ich schon damals die Anwesenheit gespürt habe, meiner 2. Tochter? 

Die Gedanken an ein 2. Kind liesen mich nie los… auch wenn ich im Alltag mit meinen zwei Kinder genug zu tun hatte und die Zeiten sehr intensiv waren.

Als meine 1. Tochter dann 3 Jahre alt wurde, kam der Wunsch nach einem 3. Kind ganz intensiv zurück. Ich spürte solch eine Sehnsucht nach einem weiteren Kind. Ueberall sah ich Schwangere Frauen und Babys… Ich versuche mit meinem Verstand, das Pro und Kontra abzuwägen…

Ja, ich machte mich fast wahnsinnig… so viele Punkte sprachen für ein Nein…

Mein Herz aber sagte Ja.

Aus welchem Grund auch immer, sagte ich damals Nein…auch wenn ich spürte dass meine 2. Tochter eigentlich schon bei mir war. Ich wusste auch schon ihren Namen… ich spürte, dass es ein Mädchen war. Diese innere Gewissheit war so stark…. mein Verstand aber hatte Angst….

Tja… mein Wunsch und ja auch der Wunsch meiner damals noch ungeborenen Tochter schienen grösser zu sein, als meine Verstandesargumente…

Ich wurde Schwanger zu einem Zeitpunkt, an dem es eigentlich rein vom Verstand und von den Tabellen gesehen, gar nicht möglich gewesen ist, dass eine Schwangerschaft eintreten konnte.

Diese Schwangerschaft erlebte ich sehr intensiv. Ich spürte meine Tochter und vor allem nahm ich nun in dieser Schwangerschaft auch ganz bewusst wahr, wie sehr doch meine kleine Tochter, schon im Bauch, ihr Leben mitbestimmte. (Ich habe hier schon davon geschrieben)

Als sie dann endlich in meinen Armen lag, war es nicht ein Kennenlernen, sondern es war wie ein Wiedersehen.

Der Kreislauf ging weiter. Ein weiterer gemeinsamer Tanz zusammen.

Kinder sind wie auch wir, machtvolle Schöpfer ihres Lebens. Es ist ein gemeinsamer Tanz.

Eine gemeinsame Entscheidung.

Wenn ich Antworten auf diese Fragen oben finde, dann prägen diese mein Zusammenleben mit meinen Kindern.

Wenn es wirklich sein könnte, dass die Kinder „uns Eltern“ auf einer bestimmten Ebene aussuchen, dann darf alles so sein wie es ist.

Wenn wir auf einer bestimmten Ebene entscheiden, gemeinsam durch das Leben zu gehen. Alle höhen und tiefen die ein gemeinsames Leben und wachsen ausmachen annehmen, dann können wir dieses Wachsen auch zulassen.

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Zulassen, dass es ein ein NIE endender Kreislauf gibt.

Zulassen, dass wir gemeinsam wachsen.

Zulassen, dass alles einen „Sinn“ hat.

Auch zulassen, dass es oft auch herausfordernd sein kann.

Bewusst Eltern-Sein. Bewusst Mensch-Sein.

Uns annehmen wie wir sind. Unsere Kinder annehmen wie sie sind.

Nehmen wir das Geschenk unserer Kinder an?

Bist du dabei?

Gemeinsam Hand in Hand?

Alles Liebe euch

Denise

5 thoughts on “Nimmst du das Geschenk deiner Kinder an dich an?

  1. Liebe Denise ich finde es sehr gut geschrieben passt sehr zu dir deinem Ansatz und deinem spüren und fühlen ! Finde es total gut ! Für mich stimmt es auf gewisse Weise auch mancher Gedanke hat für mich noch einen anderen Zusatz Gedanke aber sehr gut beschrieben Lebens nah und greifbar weiter so !!!

  2. Hej Denise! Ich lese deine Artikel immer und der letzte, dieser hier, ist ganz doll in mein Herz gedrungen und hat es noch mehr geöffnet, zu meiner Tochter ~ und zu mir. Viele liebe Gedanken in den Abend und herzlichst, Yvonne

    1. Liebe Yvonne,

      ganz lieben Dank für deine Zeilen. Ich freue mich sehr, dass du dein Herz für meine Zeilen geöffnet hast und du dein Herz nun noch mehr öffnen kannst. Alles Liebe Denise

  3. **Als sie dann endlich in meinen Armen lag, war es nicht ein Kennenlernen, sondern es war wie ein Wiedersehen.**

    Wie wunderschön, liebe Denise!
    Du fasst in Worte, was ich fühle

    Danke dir, für deine Deutlichkeit

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