Schenkst du deinem Kind und dir schon einen Vertrauensvorschuss?

 

Gestern kam ich in einer meiner Familienbegleitungsgesprächen mit einer Mutter auf dieses Thema zu sprechen.

Wie immer bringe ich solche Themen den Eltern in unseren gemeinsamen Gesprächen näher, in dem ich aus meinem eignen Leben erzähle. Das ist für mich sehr wichtig. Ich will nicht nur theoretisches Wissen an Mütter und Väter weiter geben, sondern Wissen, welches ich mir selber in meinem Leben angeeignet habe und so durch auch ganz genau verstehe und mich oft so gut dann in die verschiedensten Lebenssituationen einfühlen kann, eben daher, weil ich es ja selber ähnlich erlebt habe.

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Was bedeutet ein Vertrauensvorschuss?

Vertrauensvorschuss bedeutet für mich, dass ich an die Ressourcen und an die Fähigkeiten jedes Menschen glaube und sie schon als Tatsache anerkennen, auch dann schon und das ist der wichtiges Punkt dabei, wenn diese Fähigkeiten im äusseren Leben noch nicht oder nur sehr wenig sichtbar sind.

Sie sind spürbar..

Wie ich ja schonmal hier geschrieben habe, schenkte mir meine jüngste Tochter so oft die Gelegenheit in dieses Vertrauen und in diesen Vertrauensvorschuss in sie und meine älteren zwei Kinder hinein zu wachsen.

Mit knapp sechs Monate wolle meine Tochter ja bereits Treppen steigen, ohne wirklich krabbeln oder laufen zu können.

Sie zog sich mit aller Kraft also auf ihre Beinchen und hielt sich an der ersten Treppenstufe fest.

Ich spürte ihren Wunsch, ihren Drang und absoluten Willen, dass sie diese Treppe hinaufkommen wollte.

Was habe ich also gemacht?

Ich bot ihr meine Hand an. Ich legte nur ganz sanft meine Hände links und rechts an ihren Körper.

Zu viel Druck, zu viel Halt wollte sie nicht. Da wehrte sich sich dagegen.

Sie wollte es alleine machen, wollte aber doch dass ich dabei war.

Ich hielt sie also nur ganz sanft aber im vollen Vertrauen, dass mein kleines Mädchen den Zeitpunkt selber bestimmen kann, wann und wie sie die nächsten Entwicklungsschritte machen wollte.

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Ich bot ihr also meine Hand an und vermittelte ihr so ohne Worte:

„Ich bin da für dich. Wenn du meine Hand willst, dann gebe ich sie dir. Du darfst frei entscheiden, ob du meine Hand nehmen willst oder nicht. Ich vertraue dir, dass du es schaffst, in deinem Tempo.“

Ich war einfach da. Ich spürte, dass es nun wirklich ganz wichtig ist, meiner kleinen Tochter diesen Vertrauensvorschuss zu geben.

Klar, hatte ich zum Teil ehrlich gesagt weiche Beine, waren doch unsere Treppen hoch und zum Teil auch rutschig. Ich entschied mich aber, dass es nun etwas wichtigeres gibt als Angst. VERTRAUEN!

Ich sorgte dafür, dass sie barfuss war, damit die den Boden unter ihren Füsschen direkt spüren kann.

Schwierige Stellen wurde an die neuen Begebenheiten angepasst. Zum Beispiel hatten wir an einem Ort kein Geländer sondern es ging grad ca. drei Meter runter in die Tiefe auf harte Steinplatten herunter. Diese Stelle sicherten wir mit einem Netz und an einem anderen Ort legten wir weiche Kissen hin, aber sonst war ich einfach nur da.

Ich spürte, dass dieser Entwicklungschritt ebenfalls für mich sehr wichtig war. Ich lernte wirklich in diesem Moment, was vertrauen wirklich heisst und bedeutet. In mich selber und dann natürlich in meine Tochter.

Mit ganz viel üben und immer mit meinem dabeisein, konnte sie ca. dann mit sieben Monate wirklich alleine die Treppen rauf und runter krabbeln. Erst als sie das konnte, übte sie das krabbeln auf dem Boden. Der Zeitplan hat für sie selber so gestimmt.

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Vertrauensvorschuss ist so unglaublich wichtig. Nicht nur in unsere Kinder oder die Menschen die wir lieben. Sondern vor allem auch in uns selber.

In den letzten Tagen habe ich fast nichts geschrieben, da ich einfach in der Nacht zu müde war dazu. Am Anfang hat es mich sehr gestresst, liebe ich doch das Schreiben meiner Blogartikel in der ruhigen und stillen Nacht über alles. Es war wieder eine Situation in der ich auf`s neue diesen Vertrauensvorschuss mir selber und dem Leben entgegenbringen durfte.

Vor zwei Tagen, konnte ich dann während meine Kinder spielten, einen ersten Entwurf Schreiben. (Der Grundstein zu dem Artikel den du jetzt grad liesst) Während des Schreibens merkte ich plötzlich, dass in diesen Tagen, in denen ich nicht geschrieben habe, andere wichtige Ereignisse in mein Leben getreten sind, jene Erkenntnisse ich zum Schreiben jetzt gebrauchen konnte.

Es war wie ein Puzzle. Ein Teil um das Andere und erst heute morgen nun, war die absolute Gewissheit da, dass sich nun alle Puzzleteile zusammengefunden haben und ich jetzt schreiben kann.

Das Gefühl, das Feuer der Inspiration, jenes ich langsam so gut kenne und in mir spüre. Es war nun da. Die Zeit war reif.

Vor ca. eine Woche las ich folgendes Zitat:

Warte nicht auf den perfekten Moment. Sondern nimm den Moment und mache in perfekt

Diese Aussage lies mich nicht mehr los.

Spürt ihr auch die Kraft die hinter diesen zwei Sätzen stehen?

Wie oft warten wir im Leben und „hoffen“ auf den perfekten Moment? Wir schieben unsere Träume, Wünsche und Herzensthemen/Ueberzeugungen auf, auf einen Zeitpunkt von dem wir glauben, dass dann alles „perfekt“ ist.

Um diesen Satz noch tiefer zu verstehen, half mir das Gesetz der Anziehung und ich stiess auf ein Interviewausschnitt mit André Stern. (unter anderem Autor des Buches … und ich war nie in der Schule)

Er erzählte aus seine Kindheit und von der Tatsache, dass seine Eltern, keine perfekten Umstände vorgefunden haben, als sie sich dazu entschieden haben, ihre Kinder frei aufwachsen und frei lernen zu lassen.

Diese Aussage deckt sich so wunderbar mit dem obigen Zitat.

Seine Eltern wartet also nicht darauf. Sondern sie taten es einfach. Sie folgten ihrem Herzen und warteten nicht darauf, dass sich alles zuerst in ihrem Leben so verändern würde, damit sie ihren eigenen Weg gehen könnten.

Nach meinem Gefühl in meinem Herzen, leisteten sie hier ein riesigen Vertrauensvorschuss dem Leben gegenüber und natürlich auch ihren Kindern.

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Vertrauensvorschuss bedeutet vor allen Dingen, sich seiner ureigenen Kraft, seiner Schöpfermacht  bewusst zu sein.

Vertrauensvorschuss bedeutet nicht auf den perfekten Moment zu warten.

Vertrauensvorschuss bedeutet, den Moment zu nehmen wir er ist, in sein Herz zu hören und zu spüren und dann das Beste aus dem Moment zu machen.

Wenn wir das machen. Wenn wir in unsere Kraft kommen und den Moment so nehmen wie er ist und uns auf unsere innere Kraft besinnen, dann wird sich unsere äussere Realität anpassen. Es geht gar nicht anders!

Die eigene Schöpferkraft annehmen und sie bewusst einzusetzen um zu wachsen, zu lieben, zu leben.

Unsere Schöpferkraft nehmen und uns einfach auf den Weg zu machen, mit dem Vertrauen, dass alles so kommt wie es für uns gut ist. Zu vertrauen, dass alles was kommt zu unserem Wachstum dient und wir immer die absolute Kraft und Macht haben, jede Herausforderung in Chancen zu verwandeln.

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Schenken wir uns selber und unseren Kindern diesen Vertrauensvorschuss!

Machen wir uns endlich auf den Weg und gestalten unser Leben so wie wir es wollen!

Macht ihr mit?

Alles Liebe

Denise

2 thoughts on “Schenkst du deinem Kind und dir schon einen Vertrauensvorschuss?

  1. Sooooo gut danke Denise für diese wertvollen Worte zum Vertrauensvorschuss sooo gut tat richtig gut zu lesen
    Weiter so lass es fliessen was in dir steckt
    Alles liebe Doro

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